Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH): Vorgeschlagene Reform der Fiskalisierung und E-Rechnungsstellung

Zusammenfassung
Die Föderation Bosnien und Herzegowina bringt einen neuen Entwurf eines Fiskalisierungsgesetzes in Umlauf, der auch einen Rahmen für E‑Rechnungen und die Transaktionsberichterstattung schafft. Dieser Entwurf, eine Verbesserung des Vorschlags von 2024, bietet klarere Orientierung für Unternehmen, die sich auf die Einhaltung der Vorschriften vorbereiten.
Offizielle öffentliche Dokumentation, die technische Anforderungen für die elektronische Rechnungsstellung – wie Formate (z. B. XML, UBL), Datenübertragungsprotokolle oder Interoperabilitätsstandards – im Detail beschreibt, ist in den aktuellen Nachrichten oder im Gesetzentwurf 2024 derzeit nicht verfügbar.
Die Interessengruppen sollten Ankündigungen der FBiH-Regierung und vertrauenswürdiger Beratungsquellen genau beobachten, um sich auf kommende Aktualisierungen vorzubereiten.
Die Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH) bewegt sich auf eine umfassende Reform ihres fiskalischen und Abrechnungssystems zu, nachdem die Regierung vor Kurzem einen Entwurf des Gesetzes über die Fiskalisierung von Transaktionen verabschiedet hat. Obwohl Bosnien und Herzegowina aus zwei Entitäten und einem Sonderdistrikt besteht, gilt dieser Gesetzentwurf ausschließlich für die Föderation und nicht für das gesamte Land. Der Vorschlag zielt darauf ab, das fiskalische System zu modernisieren, eine Echtzeit- oder nahezu Echtzeit-Meldung von Transaktionen einzuführen und die Schattenwirtschaft zu verringern, doch viele technische Details und Zeitpläne werden noch ausgearbeitet. Auf Grundlage der in offiziellen Ankündigungen und lokalen Medien verfügbaren Informationen folgt nachstehend ein Überblick über den aktuellen Stand.
Was geschieht in Bosnien und Herzegowina
Die Föderation Bosnien und Herzegowina hat einen Entwurf eines Gesetzes über die Fiskalisierung veröffentlicht, das die Grundlage für die elektronische Rechnungsstellung und die Meldung von Transaktionen legt. Im Vergleich zum Vorschlag von 2024 bringt der neue Entwurf wichtige Präzisierungen und eine praxisnähere Ausrichtung für Unternehmen, die sich auf die Einhaltung der Vorschriften vorbereiten.
Das Gesetz wird Unternehmen dazu verpflichten, Transaktionen elektronisch an die Steuerbehörden zu melden, mit dem Ziel, die Transparenz zu erhöhen und Steuerhinterziehung zu verringern. Es richtet sich an alle im Mehrwertsteuersystem registrierten Unternehmen innerhalb der Föderation, einschließlich inländischer Privatunternehmen und Freiberufler. Der Entwurf gilt ausdrücklich nicht für die Republika Srpska oder den Distrikt Brčko.
Praktische Anforderungen an die E-Rechnung für Unternehmen
Es wurde keine offizielle öffentliche Dokumentation veröffentlicht, die technische Anforderungen für die elektronische Rechnungsstellung festlegt, einschließlich Rechnungsformaten, Datenübertragungsprotokollen, Dateistrukturen (z. B. XML oder UBL) oder Interoperabilitätsstandards. Aktuelle Nachrichten und der Gesetzesentwurf 2024 enthalten diese Details nicht.
Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass die Umsetzung Anpassungen an ERP- oder Abrechnungssystemen, rechtlichen IDs, der Umsatzsteuerberichterstattung und möglicherweise anderen transaktionalen Stammdaten erfordern wird, sobald die technischen Spezifikationen bestätigt sind.
Was ist der aktuelle Stand des neuen FBiH-Gesetzentwurfs?
Der Gesetzentwurf befindet sich noch in der Entwicklung und unterliegt einer öffentlichen Konsultation. Zentrale Elemente wie technische Schemata, Datenvalidierungsregeln, Meldefristen und Verfahren zur Softwareakkreditierung wurden noch nicht offiziell veröffentlicht. Interessenträger sollten Ankündigungen der FBiH-Regierung und vertrauenswürdiger Beratungsquellen genau verfolgen, um sich auf bevorstehende Aktualisierungen vorzubereiten.
Empfehlungen (praktische nächste Schritte)
Bestätigen Sie, ob Ihr Unternehmen in den Geltungsbereich des Entwurfs des Bundesgesetzes fällt.
Beginnen Sie mit der Überprüfung interner Systeme und Stammdaten (Käufer-/Verkäufer-IDs, Umsatzsteuerbehandlung, Artikel-/Produktcodes), um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Überwachen Sie offizielle Ankündigungen bezüglich der Veröffentlichung von technischen Spezifikationen und Berichtsanforderungen.
Planen Sie Integrationsstrategien mit IT- oder ERP-Teams, sobald die Formate und Protokolle für die E-Rechnung bestätigt sind.
Fazit
Die Föderation Bosnien und Herzegowina unternimmt mit der Verabschiedung des Entwurfs des Gesetzes über die Fiskalisierung von Transaktionen bedeutende Schritte in Richtung eines modernen E-Rechnungssystems. Während das Gesetz die Absicht festlegt, elektronische Berichterstattung und Transaktionsüberwachung verpflichtend einzuführen, bleiben viele technische Details noch undefiniert und sind Gegenstand von Konsultationen. Unternehmen, die in der Föderation tätig sind, sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen, sobald das System formell umgesetzt wird.

Felipe Jhones Dos Santos
Vermarkter, Banqup Group
Felipe ist ein Marketingprofi mit Spezialisierung auf Marketing und International Business und ist derzeit in Madrid ansässig. Der Großteil seiner beruflichen Erfahrung wurde in B2B- und SaaS-Umfeldern gesammelt, insbesondere in den Finanz- und Technologiesektoren. Er hat an Initiativen gearbeitet, die von der Kampagnenentwicklung und Markenpositionierung bis zur Optimierung der Customer Journey und der Abstimmung zwischen Marketing- und Vertriebsteams reichen. Sein Ansatz konzentriert sich auf Klarheit, Konsistenz und das Schaffen von Wirkung durch gut strukturierte Umsetzung.



